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Die Heinz-Becker-Stiftung

Als 2007/08 die E.on die letzte Lücke der großen Überland – Ringleitung zwischen Horn und Steinheim schloss, bedeutete das einen schweren Eingriff in die Natur, für den eine erhebliche Ausgleichszahlung fällig wurde. Die damalige Landesregierung NRW bestätigte Heribert Gensicki aus Ottenhausen auf dessen Antrag hin, dass dieses Geld vor Ort eingesetzt werden könne, wenn die entspre-chenden Voraussetzungen – ein Heimatverein oder eine Bürgerstiftung – vorhanden seien.

40.000 Euro Ausgleichszahlung fielen so an die Bürgerstiftung Steinheim, der Großteil ging anteilig an die Dörfer Eichholz, Ottenhausen und Vinsebeck, die damit 2008 die Stiftung „Natur – Kultur und Heimat im Steinheimer Becken“ begründeten. Die übrigen fünf Steinheimer Dörfer Bergheim, Grevenhagen. Hagedorn, Rolfzen und Sandebeck hatten keine Möglichkeit eine solche zuver-lässige und zukunftweisende Finanzierung ihrer Heimatarbeit aufzubauen. Es war ihnen nicht möglich das gesetzlich vorgeschriebene Mindestkapital von 50.000 Euro aufzubringen.

Hier sprang im Spätsommer 2015 der Möbelkaufmann und Ehrenbürger der Stadt Steinheim, Heinz Becker, ein und stiftete 50.000 Euro – für jedes der fünf Dörfer ein Startkapital von 10.000 Euro! So entstand die Heinz Becker-Stiftung, bestehend aus der
Dorfstiftung Bergheim,
Dorfstiftung Grevenhagen,
Dorfstiftung Hagedorn,
Dorfstiftung Rolfzen
Dorfstiftung Sandebeck.

Natürlich war die Heinz Becker–Stiftung zunächst als nichtselbständige Unterstiftung der „Bürgerstiftung Steinheim“ geplant. Inzwischen hatte aber, ohne dass das hier bekannt war, die oben genannte „Stiftung Steinheimer Becken“ ihren Wirkungsbereich auf die übrigen Steinheimer Dörfer, bei Bedarf auch darüber hinaus, ausgedehnt. Dadurch war ein Nebeneinander entstanden, das mit Sicherheit zu dauernden Reibereien und Spannungen geführt hätte.

Deshalb wurden die Arbeitsbereiche klar getrennt in Kernstadt und Dörfer, und die Verwaltung bei vollem Erhalt der inneren Selbständigkeit an die „Stiftung Steinheimer Becken“ übertragen. Jedes der fünf Dörfer hat einen eigenen

Stiftungsrat der darüber befindet, wie die anfallenden Gewinne eingesetzt werden. Die jeweiligen Stiftungszwecke sind in der Satzung der Mutterstiftung „Steinheimer Becken“ festgelegt und weitgehend identisch mit denen der „Bürgerstiftung Steinheim“, und somit auch für die fünf Dorfstiftungen verbindlich.
Die Entwicklung der Heinz Becker-Stiftung ist in den fünf Dörfern natürlich unterschiedlich, aber insgesamt zufriedenstellend. Bis Ende 2017 hat sich das Stiftungskapital knapp verdoppelt, die Zahl der Stifter liegt über hundert, wobei die Mindest-Stiftungssumme 100 Euro beträgt. Darunter liegende Beträge müssen als Spenden betrachtet und entsprechend den Stiftungszwecken verwendet werden. Das Mindestkapital für eine nichtselbständige Namenstiftung beträgt 30.000 Euro.

Um wirkungsvoll arbeiten zu können sollten als Nahziel in jedem Dorf 20.000 Euro zur Verfügung stehen – als Fernziel pro Einwohner 100 Euro. Das ist nicht wenig, aber für die Zukunft unserer Dörfer sollte es das allen Mitbürgern wert sein!

Autor: Johannes Waldhoff 
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